Diakonie kritisiert Parteienvorschläge zur Massenarbeitslosigkeit

Berlin (epd). Das Diakonische Werk der evangelischen Kirche hat die Vorschläge der Parteien zur Überwindung der Massenarbeitslosigkeit als unzureichend kritisiert. Viele Lösungsansätze in den Wahlprogrammen seien nicht geeignet, die Situation der Arbeitslosen zu verbessern, erklärte Diakonie-Präsident Jürgen Gohde in Berlin. Er forderte unter anderem öffentlich geförderte Beschäftigung zu «existenzsichernden Bedingungen». Wichtigstes Ziel sei die Integration der Betroffenen in den Arbeitsmarkt, so Gohde weiter: «Ohne eine aktive Arbeitsmarktpolitik werden noch mehr Menschen ins gesellschaftliche Abseits gedrängt.» Es gebe allerdings keinen Königsweg. Die Diakonie sprach sich gegen Pläne aus, die Arbeitslosenhilfe und die Sozialhilfe zusammenzulegen. Dies würde die Not der Betroffenen und ihrer Familien, insbesondere der Kinder, vergrößern. Das evangelische Hilfswerk forderte zudem, auf diffamierende Äußerungen über Arbeitslose in der Gesellschaft zu verzichten.



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