Türkei: Auslandsgemeinde hofft auf Verbesserungen für Christen

epd-Logo Baden-Baden (epd). Die evangelische Auslandsgemeinde in der Türkei geht davon aus, dass der neue Staatspräsident Abdullah Gül die Lebens- und Arbeitsbedingungen der christlichen Minderheit im Land verbessern wird. Gül habe das bereits als Außenminister erkennen lassen, sagte der Pfarrer der deutschen evangelischen Gemeinde in Istanbul, Holger Nollmann, am Mittwoch im SWR. Für die Kirchen sei es unter anderem wichtig, ihren Pfarrernachwuchs wieder im Land ausbilden zu können.

Seit 30 Jahren gibt es nach Angaben von Nollmann in der Türkei keine Ausbildungsstätte für Theologen. Die Kirchen können bisher auch keinen Grundbesitz erwerben.

Die Kirchen bräuchten einen verlässlichen und besseren Rechtsstatus, der es ihnen ermögliche, ihre inneren Angelegenheiten selbst zu regeln, forderte Nollmann. Die Christen und andere religiöse Minderheiten seien in den vergangenen Jahren von "einem Gefühl der Unsicherheit" erfasst worden, das werde aber nicht von der Regierungspartei AKP oder ihren Repräsentanten geschürt, so der Auslandspfarrer der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Gefahren drohten eher von türkischen Nationalisten, die einheimische und ausländische Christen als "Feinde der Republik" betrachteten.

29. August 2007

Ev. Gemeinde deutscher Sprache in der Türkei

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