Diakonie macht im Kino mobil gegen Kinderarmut

Berlin (epd). Die Diakonie hat in Berlin einen neuen TV- und Kino-Spot vorgestellt, mit dem sie auf die Kinderarmut in Deutschland aufmerksam machen will. Der Film greife die in der Gesellschaft ungerecht verteilten Chancen auf, teilte der evangelische Sozialverband am Donnerstag mit. "Wer arm ist, ist häufig sozial ausgegrenzt und kann nicht gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen", sagte Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik.

Kottnik wies darauf hin, "dass Kinder, die in Armut aufwachsen, von Anfang an benachteiligt sind". Auf deren Lage solle der Spot hinweisen. Der Film skizziere die Hauptgründe der bestehenden Kinderarmut: Arbeitslosigkeit, Trennung der Eltern oder die nichtdeutsche Herkunft. Kottnik: "Armut ist vielschichtig. Arm zu sein bedeutet nicht nur, wenig Geld zu haben, sondern auch einen Mangel an Bildungsmöglichkeiten und sozialen Kontakten."

Der Diakonie-Präsident hat für den Nachmittag 100 benachteiligte Kinder in Berlin-Neukölln zum Kino-Besuch eingeladen. Die Aktion ist ein Beitrag der Diakonie im Rahmen der Fokuswoche der Nationalen Armutskonferenz gegen Armut und soziale Ausgrenzung, die am Freitag endet.

Der Spot steht ab Freitag auch online zur Verfügung unter www.diakonie.de

24. Juni 2010



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