Franckesche Stiftungen feiern Wiederaufbau der Schulstadt

epd-Logo Halle (epd). Die Franckeschen Stiftungen in Halle wollen am Wochenende den vor 20 Jahren begonnenen Wiederaufbau der Schulstadt feiern. Zu einem Festakt am Samstag auf dem Gelände der Stiftungen werden unter anderen der ehemalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP), Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) und der nach der Wiedervereinigung erste Direktor der Stiftungen, Paul Raabe, erwartet, wie die Franckeschen Stiftungen am Donnerstag in Halle mitteilten.

Auf Raabes Initiative geht die Gründung eines Freundeskreises im Jahr 1990 zurück, der den Wiederaufbau der zu DDR-Zeiten verfallenen Schulstadt vorantrieb. Nach Angaben der Stiftung sind seitdem mehr als 100 Millionen Euro in Reparaturen und Restaurierungen der historischen Fachwerkgebäude geflossen.

Für Sonntag sind ein Festgottesdienst in der St. Georgen-Kirche und Rundgänge durch die Stiftungen geplant. Besucher werden dabei von den Menschen, die sich für den Wiederaufbau engagierten, durch das Gelände geführt.

Die Franckeschen Stiftungen entstanden vor rund 300 Jahren auf Initiative des Theologen und Pädagogen August Hermann Francke (1663-1727). Dort gab es neben Bildungseinrichtungen ein Waisenhaus, Bibliotheken und Wirtschaftsbetriebe. Heute befinden sich nach Angaben der Stiftungen wieder mehr als 40 Bildungs- und Sozialeinrichtungen auf dem Gelände.

09. September 2010

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